Hund nach dem Schwimmen trocknen und pflegen

Für viele Hunde ist Schwimmen das größte Vergnügen – und für viele Halter gehört das anschließende Trocknen zu den eher gemischten Momenten des Ausflugs. Der Hund ist überglücklich, nass bis auf die Knochen, schüttelt sich und will sofort aufs Handtuch oder in die Decke. Oder er rennt einfach weiter.

Schwimmen im See, Fluss oder Meer ist etwas anderes als Regen. Der Hund ist vollständig nass, oft über längere Zeit, und das Wasser hat eine andere Zusammensetzung als Regenwasser. Was danach zu tun ist, ist daher auch etwas anders als nach einem normalen verregneten Spaziergang.

Gründlich abtrocknen – aber richtig

Das Trocknen nach dem Schwimmen dauert länger als nach dem Regen, weil das Fell vollständig durchnässt ist – nicht nur an der Oberfläche. Ein einzelnes Handtuch reicht bei größeren Hunden mit dichtem Fell oft nicht aus. Wer zwei saugfähige Tücher dabei hat, ist besser gerüstet.

Besonders wichtig: Ohren. Beim Schwimmen kommt Wasser in den Gehörgang – das ist unvermeidlich. Nach dem Baden lohnt es sich, die Ohrmuscheln vorsichtig abzutupfen und auf Anzeichen zu achten, ob der Hund den Kopf häufig schüttelt oder sich an den Ohren kratzt. Wasser im Ohrkanal, das nicht abläuft oder abgetrocknet wird, kann auf Dauer das Risiko für Ohrenentzündungen erhöhen – besonders bei Hunden mit Hängeohren.

Auch Pfoten, Bauch und die Innenseiten der Beine verdienen besondere Aufmerksamkeit. Diese Bereiche bleiben oft länger feucht als das sichtbare Deckhaar und trocknen ohne Nachhelfen langsam.

Was Seewasser und Flusswasser im Fell hinterlassen

Natürliche Gewässer enthalten Algen, Sediment, organische Partikel und je nach Gewässer auch Mineralien, die sich im Fell ablagern. Das kann den typischen Nassgeruch nach dem Schwimmen intensiver machen als nach Regen – und es kann das Fell nach dem Trocknen leicht rau oder strähning wirken lassen.

Ein gründliches Abspülen mit sauberem Wasser nach dem Schwimmen hilft, diese Rückstände aus dem Fell zu entfernen, bevor sie eintrocknen. Das ist keine aufwendige Maßnahme – ein Schlauch oder eine Flasche Wasser reichen aus. Wer in der Nähe eines Gewässers ohne saubere Spülmöglichkeit ist, kann das auch zuhause nachholen.

Salzwasser ist besonders aggressive: Es trocknet das Fell aus und kann bei häufigem Kontakt die Haut reizen. Nach jedem Badetag im Meer sollte der Hund gründlich abgespült werden.

Bürsten nach dem Trocknen

Wenn das Fell getrocknet ist, lohnt sich ein Durchbürsten – besonders bei Hunden mit dichtem Unterfell oder gewelltem Fell, das nach dem Schwimmen leicht verfilzen kann. Das Bürsten löst verhedderte Stellen, belüftet das Fell und entfernt verbliebene Partikel. Es dauert wenige Minuten und macht einen spürbaren Unterschied für das Fell in den folgenden Tagen.

Wann ein Bad nach dem Schwimmen Sinn ergibt

Nach einem einzelnen Schwimmausflug in einem klaren, sauberen Gewässer braucht ein gesunder Hund kein vollständiges Bad. Das Abspülen und Trocknen reicht in der Regel.

Anders sieht es aus, wenn das Gewässer trüb oder potenziell belastet war, wenn der Hund intensiv nach Algen oder Schlamm riecht, oder wenn er regelmäßig mehrmals pro Woche schwimmt. In solchen Fällen ist gelegentliches Waschen mit einem milden Hundeshampoo sinnvoll – nicht nach jedem Ausflug, aber in regelmäßigen Abständen.

Wer nach dem Schwimmen denselben Grundablauf wie nach dem Regen folgt – abschütteln lassen, abtrocknen, bürsten – liegt meistens richtig. Das Abtrocknen und Föhnen funktioniert nach dem Schwimmen genauso, braucht nur etwas mehr Zeit und ein zweites Handtuch.