Hund nach dem Regen reinigen – Pfoten, Fell und mehr

Abtrocknen und Reinigen klingt nach derselben Sache – ist es aber nicht ganz. Wer seinen Hund nach dem Regen nur abtupft, hat das Wichtigste erledigt. Aber wer eine Routine entwickeln möchte, die den Hund wirklich sauber in die Wohnung bringt, denkt etwas breiter.

Regen bringt nicht nur Feuchtigkeit. Er spült Erde auf, löst Ablagerungen vom Boden, macht Pfade matschig und lässt Pfoten schmutzig werden. Was am Fell klebt, was zwischen den Zehen hängt und was am Bauch streift – das kommt alles mit rein. Wie viel man davon aufhalten möchte, ist eine persönliche Entscheidung. Aber ein paar Handgriffe machen einen echten Unterschied.

Die Pfoten zuerst

Pfoten sind die direkteste Schnittstelle zwischen draußen und drinnen. Nach einem Regenspaziergang sind sie oft nass, manchmal schmutzig, gelegentlich auch mit Sand, Laub oder feinem Schlamm belegt.

Das Abtupfen mit einem Tuch oder einem feuchten Lappen direkt an der Tür nimmt den groben Schmutz weg. Wer etwas gründlicher vorgehen möchte, kann eine kleine Schüssel mit lauwarmem Wasser bereitstellen und die Pfoten kurz eintauchen – das löst Schmutz besonders gut, der zwischen den Zehen oder in den Faltenbereichen steckt. Danach gut abtrocknen, auch zwischen den Zehen. Dauerhaft feuchte Pfotenzwischenräume sind ein guter Nährboden für Bakterien und Hefepilze.

Spezielle Pfoten-Waschbehälter – das sind zylindrische Behälter mit weichen Borsten innen, in die man die Pfote taucht und dann dreht – funktionieren gut und sind bequemer als eine Schüssel, wenn der Hund kooperiert.

Bauch und Unterseite

Kurzhaarige Hunde, die flach über nasses Gras oder matschigen Boden gelaufen sind, haben oft eine nasse, verschmutzte Unterseite. Mit einem feuchten Tuch kurz drüber – fertig. Das klingt nach einer Kleinigkeit, verhindert aber, dass der Dreck direkt aufs Sofa oder die Hundedecke wandert.

Bei Hunden mit langem Fell oder Bauchbehang ist das etwas aufwendiger. Das Fell hängt tiefer und nimmt mehr auf. Gelegentlich kann es sinnvoll sein, den Bauchbereich nach besonders schlammigen Spaziergängen mit etwas warmem Wasser kurz abzuspülen, statt nur abzutupfen.

Das Fell – wann reicht Abtrocknen, wann braucht es mehr?

Für normalen Regengeruch und normale Feuchtigkeit ist gründliches Abtrocknen ausreichend. Ein sauberes Fell, das nach dem Trocknen wieder normal riecht, braucht kein Bad.

Ein Bad macht Sinn, wenn der Hund wirklich schmutzig ist – also sichtbar Erde, Schlamm oder andere Substanzen im Fell hat, die sich nicht abtupfen lassen. Oder wenn er in etwas besonders Intensives geraten ist. Aber nicht nach jedem Regenspaziergang. Das wäre zu viel des Guten für die Haut.

Eine Routine, die wirklich funktioniert

Die meisten Hundebesitzer, die diese Frage beschäftigt, wollen keine aufwendige Prozedur – sie wollen eine Routine, die schnell geht und trotzdem wirkt. Die sieht in der Praxis oft so aus: Tuch an der Tür, Pfoten abwischen, Fell kurz rubbeln, fertig. Bei sehr nassem Wetter: Pfoten in die Schüssel, Bauch drüber, Fell abrubbeln, vielleicht kurz föhnen.

Das braucht keine fünf Minuten und macht einen deutlichen Unterschied – für den Boden, für die Textilien und für den Geruch in der Wohnung. Wer den Ablauf beim Trocknen selbst noch vertiefen möchte, findet im Artikel zum Abtrocknen und Föhnen eine ausführlichere Anleitung dazu.